Informationen zum Miniquad

In der Bundesrepublik wurde das erste Quad im Jahr 1962 von dem Unternehmen Zweirad Union für forst- und landwirtschaftliche Einsätze entwickelt. Dieser damals genannte Kraftkarren wurde nach der Betriebsauflösung von der Bundeswehr einsetzbar gemacht. In der heutigen Zeit gilt das Quad als das kleine Kraftfahrzeug mit vier Rädern für bis zu drei Personen. Beim Fahrzeug kann die Ausstattung mit entsprechend dicken Ballonreifen erfolgen, woraufhin es geländetauglich wird. Das heutige Miniquad ist einfach eine kleine Ausführung vom gewöhnlichen Quad. Es eignet sich speziell für Heranwachsende im Alter von eins bis 16 Jahren. Zur Nutzung auf Rennstrecken und privaten Grundstücken ist kein Führerschein erforderlich. Wer allerdings mit diesem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen will, braucht einen Führerschein B oder einen Führerschein S sowie die Quad-Straßenzulassung.

Wie das Miniquad funktioniert

Das Miniquad wird im Internet oder von Händlern vor Ort in einer Elektro- und Benzinvariante angeboten. Bei der Elektrovariante genügt ein Druck auf den Starterknopf, damit das Fahrzeug gestartet und dann mithilfe vom Daumengasvorwärts bewegt werden kann. Neben den Bremsen und der manuellen Geschwindigkeitsdrosselung bewirkt die Notausleineeine weitere Sicherheit. Wenn das Kind stürzen sollte, schaltet sich der Motor durch den Zug an der Leine aus. Diese wird an der Kleidung oder am Handgelenk angehängt. Bei der Benzinausführung hingegen muss man als Erstes am Lenker den Choke Hebel in die passende Position nach ganz nach oben schieben. Dann wird der Gasgriff mit einer Hand umschlossen, welcher sich oft am Lenker befindet. Durch die andere Hand zieht man kräftig an dem Pull Starter. Das ist ein Griff, welcher, wie etwa bei älteren benzinbetriebenen Rasenmähern, mit einer Leine entsprechend verbunden ist. Für Heranwachsende unter zehn Jahren sind häufig Ausführungen mit einer angebrachten Drossel am Daumengas erhältlich. Wenn sie noch nicht verbaut wurde, kann ein Drosselsatz ebenso im Nachhinein montiert werden.

Wo ein Miniquad untergestellt wird

Weil es bei dem Miniquad um ein offenes Fahrzeug geht, ist es wichtig, dieses generell unterzustellen. Das sollte nach Möglichkeit unter einem Carport, in einem Schuppen oder in einer Garage erfolgen. Wenn man allerdings über keine überdachten Abstellmöglichkeiten verfügt und es daher unter freiem Himmel abzustellen hat, empfiehlt es sich, eine Abdeckplane zu besorgen, um das Fahrzeug vor Niederschlägen zu schützen.

Wie laut ein Miniquad sein kann

Häufig ist der Miniquad mit Benzinmotor besonders laut und störend, weil es sich um ein land- und forstwirtschaftliches Fahrzeug handelt. Allerdings gilt die Lautstärkeentwicklung als gesetzlich unbedenklich. Mit einigen Kniffen besteht die Möglichkeit, den Auspuff bei einer möglichen Ruhestörung sogar leiser zu machen. Allerdings erfolgt das auf eigene Gefahr. Wer jedoch exaktere Vorgaben zu dem Sachverhalt Lärmbelästigung durch Fahrzeuge braucht, der findet diese im Paragraf 49 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung.